Das Schauspiel

Allein, der Wind, der durch die Reihen geht und spielt,
als wär er ein vergnügtes Kind
Allein das Licht, das in den Bäumen seine Bögen zieht als kenne es die Bühne blind
auf der das Schauspiel wieder neu gegeben wird
und ohne Müdigkeit und Scheu ein tausendfaches Publikum erfreuen will
Allein, die Farbe, die mit schierer Lust sich gibt
als kenne niemand eine solche Tiefe wie nur sie
Allein das Wasser, das sich uferlos verströmt als wäre es die Mutter dieser wilden Kompanie
die voller Kraft, voll von Musik und Freude in Erscheinung tritt
und nur um ihrer selbst das Dasein liebt
Wie könnte ich vorübergehn‘ in meinen Tagen
die mehr als bloße Tage sind
wie könnte ich diese Melodie nicht hören,
die in millionenfachen Tönen klingt.
Wie könnte es mein Herz nicht rühren, nicht meine Seele, meinen Geist,
Wie könnte ich bei diesem Schauspiel nicht verweilen, das von der Bühne weg
auf seinen Regisseur verweist?!
TEXT & BILD Elisabeth Eberle 2019
hier gibt es die passende Postkarte dazu https://elisabeth-eberle.de/produkt/das-schauspiel-postkarte-lang-mit-gedicht/

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